Rezension

[Rezension #293] Die Banner von Haven von Carrie Vaughn

20/02/2018

Im Rahmen der Leserunde zu diesem Buch habe ich dies gelesen. Wie es mir gefallen hat und was ich zu diesem Buch zu sagen habe, erfahrt ihr nun in meiner Rezension.

Verlag: Arctis Verlag

Seitenanzahl: 304 Seiten

Erschienen: 09.02.2018

Reihe: Einzelband

Genre: Fantasy, Dystopie

 

Haven, eine Stadt an der Küste: Nach einer Reihe von apokalyptischen Stürmen ist hier eine neue Zivilisation entstanden. Die Menschen, nun in kleinen Gemeinschaften organisiert, erhalten symbolische Banner, mit denen sie sich das Privileg für Nachwuchs verdienen können. Enid ist eine junge Ermittlerin, die Zuwiderhandlungen gegen die herrschenden Regeln aufdeckt. Eines Tages soll sie in einem rätselhaften Todesfall ermitteln und muss sich bald selbst fragen, für was sie in dieser neuen Welt wirklich stehen will.

Beginnen wir mit dem Schreibstil von Carrie Vaughn. Dieser ist einfach sehr flüssig und sehr locker lesbar. Schon beim ersten Satz merkte ich, dass dies vom Stil her eher eine ruhigere Dystopie wird, was ich aber nicht weiter schlimm fand, denn nun am Ende hat es sich erwiesen, dass nicht jede Dystopie rasant und power haben muss um mich zu überzeugen. Hier schaffte es die Autorin mit ihrem Stil, eine ruhige Dystopie zu erschaffen. Durch den lockeren Schreibstil kam ich sehr gut in die Geschichte hinein und war vollkommen überrascht und geplättet.

Wir haben hier im Buch die junge Enid als Protagonistin und bei ihr scheiden sich die Geister. Viele LeserInnen finden diese sehr langweilig und wurden nicht mit ihr warm. Ich hingegen mochte sie eigentlich ganz gerne, da sie eine eher ruhige und unscheinbare Protagonistin war, welche eine angenehme Ruhe ausstrahlte. Auch die Nebencharaktere wie Tomas, Dak und Co waren eher ruhiger und nicht zu impulsant, was echt ins Gesamtbild gepasst hat und mich ebenfalls begeistern konnte.

Die Story und das Setting des Buches war durchaus ruhig gehalten und die Autorin wusste genau, wann sie Spannung einbauen muss, um mich in den Bann des Buches zu ziehen. Selbst hier passte die Art diese Dystopie ruhig zu halten sehr passend und hat ein wunderbares Gesamtbild ergeben, welches mich nicht gestört hat sondern neugierig gemacht hat.

Die Handlung war in sich sehr stimmig und hat mir sehr gut gefallen. Dadurch das es alles Sinn ergab, kamen des öfteren Bilder in meinem Kopf auf, bei denen ich die Szenen bildlich gesehen habe und mir dadurch eins ehr schönes Bild von der Handlung selbst machen konnte. Auch der Handlungsstrang war sichtbar und klar struturiert, was mich echt in die Handlung gezogen hat. Ich bin hiervon ebenfalls sehr angetan!

Abschließend kann ich sagen, dass mich dieses Buch davon überzeugt hat, dass eine Dystopie nicht immer rasant und trubolent sein muss, denn hier war genau das Gegenteil der Fall und mich konnte das Buch trotzdem überzeugen. Nicht zuletzt der ruhige, angenehme, flüssige und lockere Schreibstil der Autorin trug seinen Teil dazu bei, nein! Hier passte einfach alles und zeigte mir, dass es auch anders geht, was ich sehr toll fand.

5 von 5 Diamanten.

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